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Mitgliederversammlung BauKulturLand: Perspektiven für neue Wohngebiete
Unser Verein „Forum BauKulturLand zwischen Elbe und Weser e.V.“ führte seine diesjährige Mitgliederversammlung am 25. April 2022 im Schloss Agathenburg durch. Neben dem Bericht des Vorsitzenden Lothar Tabery über die Aktivitäten des vergangenen Jahres und die erfreuliche Mitgliederentwicklung sowie dem Ausblick auf kommende Veranstaltungen fand besonders der Fachvortrag unseres Mitglieds Lars Kolk, Stadtbaurat in Stade, die Aufmerksamkeit der Mitglieder.
Lars Kolk berichtete über die Planungen für den zweiten Teil der Heidesiedlung in Stade-Riensförde. Auf ca. 23 ha soll ein neues Wohngebiet für etwa 1.400 Einwohner entstehen. Der städtebauliche Entwurf sieht ein flächensparendes Bauen mit einem verdichteten Städtebau vor. Damit bleibt Raum für hochwertige Grünflächen und eine Gliederung mit zwei Bebauungsschwerpunkten, die durch eine grüne Zone
für Freizeit/Erholung verbunden werden. Zu den besonderen Innovationsmerkmalen des Quartiers sollen das Oberflächenwasser-Management, neue Mobilitätsangebote und eine Energieversorgung mit einem Nahwärmenetz gehören, durch welches regenerative Energiequellen genutzt werden. Der Vortrag steht als Download zur Verfügung: Heidesiedlung 2.0
Neuer Newsletter des Forums BauKulturland ist erschienen
Der neue Newsletter des Vereins wurde automatisch an alle Interessierten verschickt, die sich für den Bezug angemeldet haben. Sie finden den Newsletter schon in unserem Archiv und auch, wenn Sie dem link folgen: Newsletter 01/2022
Ausstellung im Hafenmuseum Speicher XI Bremen: Wohnen- bezahlbar.besser.bauen
Eine Sonderausstellung im Hafenmuseum Speicher XI in Bremen widmet sich vom 5. Dezember 2021 bis 3. Juli 2022 dem Thema:
wohnen³ bezahlbar. besser. bauen. Architektonische Lösungen und künstlerische Interventionen.
Die Ausstellung ist eine Kooperation des Bremer Zentrums für Baukultur, des Mariann Steegmann Instituts. Kunst Gender und des Hafenmuseums Speicher XI. Aus der Ankündigung: „Der Wohnungsmarkt in urbanen Räumen ist prekär: Es fehlen günstige Wohnungen, der Anteil der Miete an den monatlichen Kosten steigt. Auch in Bremen muss ein Drittel der Haushalte 40 % des Einkommens für Miete aufwenden.
Doch wie lässt sich bezahlbarer Wohnraum schaffen? Welchen Beitrag können architektonische Innovationen leisten? Welche Rollen können Genossenschaften und Bau-Kollektive spielen? Und wie blicken Künstlerinnen und Künstler auf diese Fragen?
Die Sonderausstellung „wohnen³“ zeigt neue Ansätze für bezahlbaren, guten Wohnraum: Von partizipativen Planungsprozessen und gemeinschaftlichen Nutzungen, von flexiblen Grundrissen und baulichen Erweiterungen. Künstlerische Positionen zum Wohnen vertiefen die Frage nach den Bedürfnissen, Werten und Praktiken eines „guten Wohnens“.“
Weitere Informationen unter: Hafenmuseum Speicher XI
Bundesstiftung Baukultur jetzt mit eigener Mediathek
Zum Jahresbeginn hat die Bundesstiftung Baukultur ein neues Angebot gestartet: unter www.baukultur.tv stehen jetzt allen Interessierten Filme und Dokumentationen rund um die Baukultur zur Verfügung. Es sind teilweise eigene Formate der Bundesstiftung, zum Teil auch Angebote aus anderen Mediatheken.
Neues Bauen im Alten Land- Dokumentation des Workshops in Steinkirchen
Nach dem erfolgreichen ersten Workshop zum Neuen Bauen im Alten Land vor zwei Jahren haben wir am 20. November 2021 in Kooperation mit der Gemeinde Steinkirchen erneut aktuelle Themen in der Ortsgestaltung aufgegriffen. Zusammen mit Politiker:innen, Bürger:innen, Mitgliedern unseres BauKulturLand-Vereines sowie Studentinnen und Studenten der hochschule 21 aus Buxtehude fand ein weiterer Workshop statt. Nach einer Einführung in das Thema „Moderne regionale Architektur“ und der Vorstellung studentischer Entwürfe zum Neubau einer Gemeindebücherei stellten in einer Diskussionsrunde die Workshopteilnehmenden ihre Standpunkte zum Umgang mit zeitgenössischer Gestaltung in regional geprägten Architekturlandschaften – hier natürlich besonders dem Alten Land – dar: welche Qualitäten weist die bestehende regionale Architektur im Alten Land auf und wie kann mit Neubauten daran angeknüpft werden, um eine hohe Gestaltqualität mit gleichzeitigem Kontextbezug zu erreichen.
Die Dokumentation dieses Workshops liegt jetzt vor und kann mit dem folgenden link heruntergeladen werden: Neues Bauen im Alten Land- Steinkirchen 20.11.2021
BauKulturLand jetzt auf Instagram
Seit Anfang November benutzen wir neben der Internetseite und unserem Newsletter Instagram als zusätzliche Kommunikationsplatform (@baukulturland ). Instagram hat einen Schwerpunkt auf visuelle Inhalte – Fotos und kurze Filme und ist daher für unsere Themen sehr gut geeignet. Darüber hinaus wird es auch von jüngeren Menschen stärker genutzt als zum Beispiel Facebook. Wir würden uns über eine Rückmeldung zu unserem Instagramauftritt freuen. Hier der link: Baukulturland
Veranstaltung „Werbung im Ortsbild“ am 6.11.2021 in Steinkirchen
Für Gewerbetreibende ist Werbung im Ort, an und vor Gebäuden, auf privaten und öffentlichen Grundstücken von besonderer Bedeutung, denn sie können hiermit auf ihre Leistungen hinweisen. Im Straßenbild kommt häufig noch Fremdwerbung dazu, die Produkte oder sonstige Inhalte darstellen, welche mit dem jeweiligen Werbeort nichts zu tun haben. Oftmals beeinflussen sowohl Eigen- als auch Fremdwerbung das Erscheinungsbild einer Fassade, eines Gebäudes, ganzer Straßenzüge oder Plätze maßgeblich. Was können Gemeinden tun, die hier regulierend eingreifen wollen? Zur Erörterung dieser Problematik fand am 6.11.2021 in Steinkirchen eine öffentliche Vortrags- und Diskussionsveranstaltung über Möglichkeiten und Grenzen einer kommunaler Steuerung statt.
Die Veranstaltung wurde gemeinsam organisiert vom „Forum BauKulturLand zwischen Elbe und Weser e.V.“ und der Gemeinde Steinkirchen. Es waren mehrere Referenten eingeladen, die die Thematik aus unterschiedlicher Perspektive beleuchteten. Nach der Begrüßung durch die Steinkirchener Bürgermeisterin Sonja Zinke führte der Vorsitzende des Forums BauKulturLand, Lothar Tabery mit Bildern in die Thematik ein. Er illustrierte zunächst anhand von Beispielen das Problem und stellte die Frage nach der kommunalen Steuerungsmöglichkeit auf diesem Sektor. Bevor jedoch der Stader Stadtbaurat, Lars Kolk, in seinem äußerst aufschlussreichen Referat genau hierauf einging und Maßnahmen erläuterte, die auch einer juristischen Überprüfung durch ein Gericht standhalten, stellte Iris Petersen, Niederlassungsleiterin in Schleswig-Holstein bei Ströer Deutsche Städte Medien, das Tätigkeitsfeld ihrer Firma vor und verdeutlichte den Standpunkt der Werbebranche. Der Denkmalpfleger der Stadt Stade, Axel Deuer, schloss mit seinem Vortrag zum Umgang der unteren Denkmalbehörde mit den Werbeanlagen in der denkmalgeschützten Stader Altstadt an. Den Abschluss der Vorträge bildete Rechtsanwalt Hans-Jörg Wilkens, der juristische „Fallstricke“ und die Hintergründe von Gerichtsurteilen bei Streitigkeiten im Rahmen bauleitplanerischer Festsetzungen mit Werbeverboten darstellte.
Diese umfassenden Informationen stellten das Thema der Werbung im Ortsbild intensiv und unter vielfältigen Gesichtspunkten dar. In der anschließenden offenen Diskussion unter der Moderation des stellvertretenden Vorsitzenden des Forums BauKulturLand, Kersten Schröder-Doms, wurden die interessanten Erkenntnisse noch vertieft. Es wurde besonders die hohe Bedeutung eines Gestaltungs- bzw. Werbesatzungskonzepts angesprochen. Eine Dokumentation dieser Veranstaltung sowie eine Diskussionsauswertung stehen unten zum Download zur Verfügung; außerdem gibt es eine Materialsammlung von Gerichtsurteilen und Fallbeispielen zu Werbesatzungen. Damit können sicherlich auch für die Diskussion in anderen Gemeinden wertvolle Hinweise gegeben werden.
Spur der Steine: jetzt auch mit Routenvorschlägen
Unsere Website zur „Spur der Steine“ – https://baukultur-entdecken.museen-stade.de haben wir um eine neue Funktion ergänzt: über den Button „Routenvorschläge“ lassen sich nun mit Hilfe von Karteneintragungen Routen im Elbe-Weser-Dreieck abrufen, mit denen zu Fuß, mit Fahrrad oder Auto einzelne der über 150 Objekte mit den entsprechenden Informationen angesteuert werden können. Über den Button „in Google-Maps öffnen“ funktioniert die Kartendarstellung auch auf dem Smartphone.
MIt Freude sanieren – ein Handbuch zur Umbaukultur
Die Bundesstiftung Baukultur hat eine neue Publikation zum Thema Sanieren und Umbauen herausgegeben. „Das Handbuch ist im Rahmen eines Forschungsprojektes zusammen mit der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) entstanden. … Mit dem Handbuch wird das Potenzial von Bestandsgebäuden im Hinblick auf nachhaltigeres Bauen und Planen betrachtet. Denn mit Sanierungen und Umbauten von bestehenden Geäuden können der Flächenverbrauch begrenzt und die Ressourcen geschont werden. Gleichzeitig besteht die Möglichkeit, den baukulturellen Wert von Bestandsgebäuden zu steigern. „ (Quelle: Mitteilung der Bundesstiftung Baukultur). Das Handbuch steht auf den Internetseiten der Bundesstiftung zum kostenfreien Download zur Verfügung. Einen direkten link finden Sie hier: Handbuch zur Umbaukultur
